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Sonntag, 2. Dezember 2018

Der blinde Fleck - Auch nach 100 Jahren koloniales Unrecht kaum aufgearbeitet

Vor 100 Jahren endete die deutsche Kolonialherrschaft. Als aufgearbeitet gilt diese dunkle Epoche nicht. Das Umdenken kommt nur langsam voran. Von Christine Xuân Müller

Afrika, China, Pazifik: An vielen Orten der Erde hatte das Deutsche Kaiserreich seine Kolonien. Erst mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und der endgültigen Kapitulation der Truppen unter Paul von Lettow-Vorbeck in Deutsch-Ostafrika am 25. November 1918 ging die deutsche Kolonialherrschaft faktisch zu Ende.

…. „Es ist überraschend, wie wenig Emotionen und wie wenig Diskussionen um historische Gerechtigkeit sich über Jahrzehnte hinweg hier in Deutschland mit dem Thema des deutschen Kolonialismus verbanden“.....

…. Tatsächlich sei etwa die Frage, wo es deutsche Kolonien weltweit gab, kein Pflichtthema im Schulunterricht, monieren Forscher. 

…. Lange habe hartnäckig die Meinung vorgeherrscht, dass Deutschland im Vergleich zu Frankreich oder England nur eine „harmlose Kolonialmacht“ gewesen sei, erläutert die Berliner Kolonialismushistorikerin Manuela Bauche. Auch dass die deutsche Kolonialmacht „zivilisatorische Leistungen gebracht habe, ist eine Geschichte, die sich extrem gut gehalten hat“, sagt sie. „Diese Propaganda ist bis heute wirksam geblieben.“ Dringend nötig sei darum die klare Positionierung, „dass Kolonialismus kein Abenteuersystem oder das naive Erkunden von fremden Welten, sondern ein Unrechtssystem war, das grundlegend auf Gewalt basierte und Menschen entrechtete.“

weiterlesen im migazin






Freitag, 16. November 2018

Experten kritisieren schleppende Aufarbeitung der Kolonialzeit

Anfang des 20. Jahrhunderts hatten deutsche Kolonialtruppen Aufstände in Afrika grausam niedergeschlagen. Historiker sprechen von Völkermord. Bis heute lagern Schädel und Gebeine in anthropologischen Sammlungen in Deutschland. Experten fordern baldige Aufarbeitung.

…. Historiker sprechen von Völkermord
Anfang des 20. Jahrhunderts hatten deutsche Kolonialtruppen Aufstände dieser Volksgruppen grausam niedergeschlagen. Schätzungen zufolge kamen bis zu 70.000 Menschen ums Leben. Historiker sprechen von Völkermord....



Samstag, 3. November 2018

Der Kolumbus-Tag gehört endlich abgeschafft!

Jedes Jahr am zweiten Montag im Oktober wird in den USA und andernorts der Columbus Day gefeiert. Als Heroisierung eines brutalen Tyrannen, der den Massenmord und die Massenversklavung der indigenen Bevölkerung eines ganzen Kontinents initiierte, gehört der Feiertag abgeschafft.

…. „Was immer man von ihnen erbittet“, so Kolumbus in seinem Bordbuch über das Volk der Taíno, „sie sagen nie nein, sondern fordern einen ausdrücklich auf, es anzunehmen und zeigen dabei so viel Liebenswürdigkeit, als würden sie einem ihr Herz schenken. … Sie sind sehr freundlich und ohne Wissen über das Böse; weder morden noch stehlen sie.“

Als Kolumbus seinen Fuß auf Hispaniola setzte, gab es Schätzungen nach rund 2 Millionen Taíno in der Region. Wenige Jahrzehnte später waren die Taíno vollständig ausgerottet – gestorben an den Folgen der Sklaverei, durch Exekutionen und Krieg, dahingerafft von Krankheiten, die die Kolonialisten aus Europa einschleppten. Der erste Genozid des soeben aus der Taufe gehobenen Spanish Empire – losgetreten von Christoph Kolumbus.

…. Auf Kolumbus‘ Befehl hin initiierte Spanien schließlich die so folgenreiche Kolonialisierung des Kontinents und damit einhergehend die massenhafte Versklavung der indigenen Bevölkerung. Es folgten Raubzug und Expansionismus, zu deren Peakzeiten sich das Spanish Empire von den heutigen Grenzen Kanadas bis an den Südzipfel Argentiniens erstreckte.

…. Der Schriftsteller und Theologe Bartolomé de Las Casas charakterisiert in seiner Streitschrift Kurzbericht über die Verwüstung Westindiens (1542) die von Kolumbus eingeleitete Ära als eine Zeit von „Massenmorden, Verbrennungen, Vergewaltigungen und Zerstückelungen, wobei auch Kinder, Schwangere oder Alte nicht verschont wurden“.
Das heutige Amerika wurde vor etwa 15.000 Jahren von Jägern und Sammlern aus Ostasien über die Beringstraße kommend besiedelt. Dennoch gilt Kolumbus gemeinhin als „Entdecker“ der „Neuen Welt“, wird in den USA als „erster echter Amerikaner“ gefeiert...….

….
Auch in den USA gibt es auf Landes- und Kommunalebene Widerstände: Alaska, Florida, Hawaii, Oregon, South Dakota, und Vermont erkennen den Columbus Day nicht als Feiertag an. Ausgehend von Berkeley, California, 1992, wird im Rahmen des Tages in vielen weiteren Großstädten als Indigenous Peoples‘ Day der Leiden und Widerstände der indigenen Bevölkerungen gedacht.
Es ist schlicht eine Schande, im 21. Jahrhundert in nationalen Feiertagen eines brutalen Tyrannen zu gedenken, dessen von Gier und Kolonialismus getriebene Expeditionen zur Zerstörung eines gesamten Kontinents beitrugen und schließlich zum Massenmord, zur Massenversklavung und zur großflächigen Auslöschung der Kultur der indigenen Bevölkerung führten.
Der Columbus Day gehört endgültig auf den Müllhaufen der Geschichte.




Freitag, 2. November 2018

Entmenschlichung Alle Schwarzen Menschen in Deutschland sind in Gefahr

Wie wurden Versklavung und Kolonialisierung mit der christlichen Nächstenliebe vereinbart? Wie lässt sie sich mit der aktuellen Flüchtlingspolitik vereinbaren? Warum und mit welchen Folgen? Von Sami Omar

Samuel Thomas von Soemmerring (1755–1830) legt seine Stirn in Falten. Gerade hat er einen „Mohrenkörper zergliedert“ und nun drängt die Zeit. Das Auditorium im Kasseler Ottoneum, wartet gespannt auf seinen Professor der Anatomie, während dieser eine Entscheidung zu treffen hat...….

Moralisch-ethisches Problem

Denn mit der Verschleppung, Misshandlung und Versklavung afrikanischer Menschen durch europäische und amerikanische Europäer sahen sich diese stark christlich geprägten Gesellschaften mit einem moralisch-ethischen Problem konfrontiert. Das christliche Gebot der Liebe zum Nächsten ging mit der Unterjochung und Misshandlung „fremder Völker“ nicht gut zusammen. Es kam die Frage auf, ob man sich nicht an ihnen versündige und damit wider seinen eigenen Glauben handelt.
……. Schon der Arzt François Bernier (1625-1688) arbeitete an einem Ranking der Menschenrassen und legte den Grundstein für die Überlegung, den Afrikaner zum Verbindungsstück, zur Zwischenform von Affe und Mensch zu machen. Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) war der Meinung: „Der Neger stellt den natürlichen Menschen in seiner ganzen Wildheit und Unbändigkeit dar. […] Es ist nichts an das Menschliche Anklingende in diesem Charakter zu finden.“...

….. Lösung des Problems
Immanuel Kant (1724-1804) schrieb: „Die Menschheit ist in ihrer größten Vollkommenheit in der Rasse der Weißen. Die gelben Indianer haben schon ein geringeres Talent. Die Neger sind weit tiefer, und am tiefsten steht ein Teil der amerikanischen Völkerschaften. […] Die Negers von Afrika haben von der Natur kein Gefühl, welches über das Läppische stiege.“
…. Die Reduktion des Afrikaners zur kreatürlichen Zwischenstufe vom Affen zum Menschen bot christlichem Handeln in der Kolonialisierung afrikanischer Staaten später auch die Möglichkeit, die Unterjochung und wirtschaftliche Nutzbarmachung der Bevölkerung der Kolonien in einen Akt christlicher Gnade, christlichen Dienstes an den „Geringsten“ der Schöpfung umzudeuten.
….. Aktuelle Entmenschlichung
Über die Jahrhunderte verschob sich die Missachtung schwarzer Menschen in Mitteleuropa nur wenig. In den Menschenschauen mitteleuropäischer zoologischer Gärten wurden Schwarze Menschen ausgestellt, die für die Exotik der Kolonien werben und zur Anschauung des Fremden, Wilden dienen sollten. Wissenschaftler und Philosophen waren in weiten Teilen auch in Deutschland nach 1945 noch von der Vorstellung des „Negers“ als rückständig und zur Vernunft unbegabt durchdrungen. 
In heutigen Debatten über Migration aus afrikanischen Ländern nach Europa greifen letztlich dieselben Mechanismen der zweckdienlichen Entmenschlichung. Die Reduktion Afrikas auf Armut, Krankheit und Debilität hat deshalb System, weil sie die mitteleuropäische Gesellschaft von dem Gebot der Solidarität unter Menschen entbindet. Die Wertigkeit, die an afrikanisches Leben aus europäischer Sicht gebunden ist, reduziert sich und macht es somit möglich, Fluchtbewegung und Tod hinzunehmen und gleichzeitig das Selbstbild als christliche-humanistische, als aufgeklärte Gesellschaft aufrecht zu erhalten. Das Gebot der Nächstenliebe ist hier in dem Gebot der gesellschaftlichen Solidarität aufgegangen. Je mehr nun diese Gesellschaft sich als Volk, als homogene Entität versteht, desto weniger stört sie das Sterben derer, die ihr nicht angehören. Nach diesem Verständnis sind alle Schwarzen Menschen in Deutschland in Gefahr!

Samstag, 27. Oktober 2018

Der Staatsfeind Nummer 1 - Islam - warum das so ist und wie der geschichtliche Hintergrund dazu ist, findet ihr hier in einen absolut ausführlichen und lesenswerten Rückblick auf die Geschichte Europas


Das Feindbild Islam wurde gehegt, gepflegt und wiederbelebt, um weltweit Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung zu rechtfertigen. Exklusivabdruck aus „Lieblingsfeind Islam“. von Petra Wild

Islamfeindlichkeit ist keine Erscheinung und Folge unserer heutigen Zeit. Schon Martin Luther bezeichnete den Koran als ein „verfluchtes, schändliches Buch voller Lügen“. Auch die Aufklärung brachte ein Islambild hervor, das alles, wovon Europa sich abgrenzen wollte, auf den Orient übertrug: Rückständigkeit, Fanatismus, Wissenschaftsfeindschaft und Despotismus. Kolonialismus wirkt bis heute nach. Und der Westen hat seit jeher die Angewohnheit, alles, was die muslimische Welt betrifft, durch den Islam erklären zu wollen, wohingegen keiner auf die Idee käme, den Vietnam-Krieg durch das Christentum zu erklären. Ein überfälliger Streifzug durch die Geschichte.


Montag, 2. Juli 2018

Ideologie : Die Erfindung des Rassismus

Seit jeher halten Menschen ihre eigene Gruppe für überlegen. Doch erst die Idee von unterschiedlichen Rassen ermöglichte es, dieses Gefühl zu begründen und durchzusetzen.
Rassismus ordnet unser Denken und Zusammenleben. Mit dem Schwerpunkt Alltag Rassismus wollen wir herausfinden, warum das so ist, was das für die Gesellschaft bedeutet und wie sich das verändern ließe. Den Anfang macht eine ideengeschichtliche Betrachtung.

Die Wende begann im christlichen Mittelalter. In der aristotelischen Weltordnung war für alle Platz, wenn auch nicht mit den gleichen Rechten. Die Christen des Mittelalters hingegen erhoben erstmals den Anspruch, ihre Religion sei die einzig wahre Religion für alle Menschen. Wer nicht dazugehören wollte, wurde verteufelt und drohte aus Sicht der Christen die eigene Gruppe zu unterwandern und damit zu zerstören.......

....... Ein Jahr sticht dabei besonders heraus: 1492. Das Alhambra-Edikt ordnete die Zwangsbekehrung der Juden aus dem heutigen spanischen Gebiet an. Damit schlossen die Christen die Reconquista ab, die Rückeroberung des Landes, in dem zuvor jahrhundertelang Christen, Juden und Muslime weitgehend friedlich zusammengelebt hatten. Allerdings trauten die Christen ihren eigenen Regeln nicht, zu groß war die inzwischen theologisch begründete Angst vor Fremdkörpern. Sie verdächtigten die übergetretenen Juden, nur oberflächlich zum Christentum konvertiert zu sein und insgeheim ihr Judentum weiterzuleben........ 
........ Die Vorstellung, dass die Anderen fundamental anders seien als man selbst, sickerte so tief ins Bewusstsein, dass einige Europäer es gar als ihre moralische Pflicht sahen, die Versklavten zu erziehen und zu zivilisieren. Wieder andere begannen damit, die vermeintlich Primitiven zu erforschen. Es war der Beginn der Völkerkunde. Nicht selten forschten die Völkerkundler im Auftrag der Kolonialherren, die ihr Einflussgebiet besser verstehen wollten, um die Menschen darin effizienter zu unterwerfen........
........... Dass keine dieser Beweisführungen haltbar war, hielt die Nutznießer der Forschung zu keiner Zeit davon ab, sie zu glauben. Was nicht passte, wurde passend gemacht, Abweichungen einfach weggelassen.......

......Rassismus war und bleibt eine Ideologie. Eine von der Gesellschaft antrainierte Sicht auf die Welt. Seit Jahrhunderten gibt es die Ideologie, dass fundamentale Unterschiede zwischen Menschen den Status in der Welt begründen. Diese Unterschiede werden mal an Äußerlichkeiten, mal am Blut oder an den Genen festgemacht, auch an der vermeintlichen Herkunft, Kultur oder Religion......
...... Eigentlich ging es immer um Macht und ihren Missbrauch. Geld, Arbeit, Wohnraum, kulturelle und politische Teilhabe sind wertvoll. Rassismus entscheidet mit darüber, wer was davon bekommen soll.
Daraus folgt aber auch: Rassismus ist kein menschlicher Defekt, keine unheilbare Krankheit. Er ist eine Erfindung der Menschen. Deshalb kann er auch von Menschen überwunden werden.

unbedingt lesen auf zeit.de




Europe: Embracing Immigrants Only in the World Cup Isn’t Good Enough

.......But away from the soccer pitch, the reality is starkly different. As England and Belgium prepared to face each other on Thursday, European leaders gathered in the Belgian capital, Brussels, to discuss a number of issues. Chief among them was migration, as the European Union tries to keep migrants out, hoping to avoid a repeat of 2015, when hundreds of thousands of asylum-seekers arrived at Europe’s shores..... 

......... For immigrants and their descendants in the United Kingdom, the Brexit referendum brought back memories of a not-so-distant past, when black and brown people across the country were conspicuously made to feel unwanted, giving racists carte blanche to spew their hate. “The environment after the referendum has made racial and ethnic minorities more vulnerable to racial discrimination and intolerance,” said Tendayi Achiume, the U.N. special rapporteur on contemporary forms of racism, racial discrimination, xenophobia and related intolerance........

..... There is an obvious contradiction in the way Europe treats its immigrants. Not even the most avid xenophobe can deny their contributions to building the continent’s social patrimony in the wake of its wars. Caribbeans and South Asians provided crucial labor to build Britain’s beloved National Health Service when the country was in desperate need of health professionals. In the 1950s, Turkish workers arrived in Germany to fill the demand for cheap labor in a booming post-war economy......

....... As Europe faces an identity crisis, it needs to accept the fact that there are countless Lukakus and Sterlings among us, contributing to every level of society. Embracing immigrants for three weeks when the World Cup comes knocking every four years is just not good enough......

full article on theintercept

Montag, 9. April 2018

Der Westen tötet im Orient 329 Menschen. Jeden Tag. Seit 27 Jahren.

Durch Krieg und genozidale Sanktionen tötete der Westen im Irak, Afghanistan, Libyen, Somalia, Jemen und Pakistan in den letzten 27 Jahren 3.303.287 Menschen – im Schnitt 329 jeden Tag.

Das ist der deprimierendste Artikel, den ich je geschrieben habe. Als Naturwissenschaftler ist es meine Aufgabe, Dinge auszurechnen. An der Uni lernte ich, dies auf professionelle Weise zu tun. Doch die Reaktionskinetik enzymatischer Prozesse zu berechnen, ist das Eine – tote Menschen bis in den Himmel hochzuaddieren, das Andere. Dieser Text soll dazu beitragen, die Blasen, in denen wir leben, zum Platzen zu bringen. Er soll die fest zugekniffenen Augen für das Leid anderer Menschen öffnen.
 

Donnerstag, 25. Januar 2018

Das „Drecksloch-Land“

„Ob ein Land ein Drecksloch-Land ist, hängt von Ihrer Perspektive ab“, kontert Chris Hedges US-Präsident Trump, der meint, Ghana, El Salvador und „Afrika“ seien „Shithole Countries“.

Chris Hedges, der fast zwanzig Jahre lang als Auslandskorrespondent, unter anderem in Mittelamerika, tätig war, untersucht in diesem Artikel die Rolle der USA in den politischen Verwerfungen Mittelamerikas. Diese Rolle ist so vielfältig wie die Verbrechen, die von den USA oder ihren Handlangern in Mittelamerika begangen wurden. Da ist zum einen die Unterstützung korrupter und skrupelloser „Herrscher“ und Oligarchen, die es den USA im Gegenzug ermöglichten, eigene wirtschaftliche Interessen ebenso skrupellos durchzusetzen. Zum anderen die Hilfe, die die USA immer wieder bereit waren zu leisten, wenn es um die Niederschlagung von Protesten und friedlichen Demonstrationen der „geschundenen Seelen“ ging, der armen Landarbeiter, der Enteigneten, der „Verdammten der Erde“. Welches Land ein Drecksloch-Land ist, hängt daher entscheidend von der Perspektive ab.

weiterlesen auf rubikon

 

Samstag, 20. Januar 2018

Rassismus und der "kolonialistische" Blick von "oben herab" auf all die ach so armen Drittländer ist tief verwurzelt in unserer westlichen Gesellschaft

Wir im Westen lassen uns unsere Freiheit und unsere Werte nicht nehmen. Schließlich haben wir uns diese ja hart erkämpft und immer wieder ist von der christlich-jüdisch geprägten westlichen Welt und von Leitkultur zu hören. Christlich-jüdisch geprägt, hmm, eine christlich-jüdische Geschichte gibt es alle Mal und ein gewisser Umgang mit der Aufarbeitung dieser........
Mit dem allgemeinen Rechtsruck in Europa und dem Fallen der Hemmschwellen für viele früher unausgesprochenen Diskriminierungen und Herabwürdigungen - eben weil früher nicht salonfähig, weil rassistisch, nationalistisch etc.  - wird jetzt sogar damit Politik gemacht und dies äußerst sich in folgender Studie: Sichtbarer Migrationshintergrund führt zu Diskriminierung.
Vielen Menschen fällt das nicht so auf, weil sie nicht betroffen sind, und außerdem wird doch so viel gegen Rassismus und Diskriminierung protestiert. Die H&M-Werbekampagne hat eine Welle der Empörung ausgelöst. Dennoch ist Deutschland (Österreich) weit von echter Rassismuskritik entfernt. Das attestiert die Aktivistin und Rheinländerin mit kongolesischen Wurzeln Emilene Mudimu der deutschen Gesellschaft im Gespräch mit MiGAZIN. Außerdem erklärt die Sozialarbeiterin die steile Karriere des N-Wortes und warum Deutschland das Land der bösen Blicke ist im folgendem Interview: „Die politische Stimmung begünstigt den Rassismus“.

Ich denke, dass den meisten Menschen einfach nicht bewusst ist, wie manipuliert wir durch unsere Geschichte und Medien sind. Wir sind doch die Guten!!! Wir helfen den armen Drittländern, sammeln Kleider oder Geld mit Licht ins Dunkel.  Dass wir andere Länder mit unserer Altkleidung richtig überschwemmen und ihnen damit die Möglichkeit rauben ihre eigene Wirtschaft aufzubauen, daran denkt niemand, aber  Afrika wehrt sich gegen abgelegte Klamotten aus Europa
und dass aus gutem Grund!!! (um Nachzulesen einfach antippen). Vom Elektromüll und Milchberg bzw. Nahrungsproduktionsüberschuss ganz zu Schweigen).

Auch ist der Westen doch nur mit Friedenstruppen im Ausland vertreten und Waffen werden nur an die Guten geliefert, es spielt keine Rolle, dass diese Guten laufend wechseln. Kriegsverbrecher auf freiem Fuß, von Daniele Ganser, klärt darüber auf, dass es ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Demokratien keine Angriffskriege beginnen und keine Terroranschläge ausführen. Die historischen Fakten für die Zeit von 1945 bis heute zeigen eine ganz andere Realität: Immer wieder haben sich demokratische Staaten aus Europa und Nordamerika in den vergangenen 70 Jahren an Angriffskriegen und Terroranschlägen beteiligt. Viele westliche Politiker und Militärs gehören lebenslang hinter Gitter, ein Exklusivabdruck aus „Fassadendemokratie und Tiefer Staat: Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter“.

Es ist wirklich wichtig sich mit der eigenen kolonialistischen, imperialistischen Vergangenheit auseinanderzusetzen und sich klar zu machen auf wessen Rücken unser Wohlstand aufgebaut ist und wie sich diese Ausbeutung und diese weiße Überlegenheit immer noch im Weltgeschehen und in unserem Alltag fortsetzt.  

Menschenrechte und Gleichheit, Friede und Recht auf Leben für ALLE - oder doch nur für jene, die so sind wie wir das mit unserer Leitkultur festlegen???????


 

 

Donnerstag, 18. Januar 2018

Afrika wehrt sich gegen abgelegte Klamotten aus Europa


Einige ostafrikanische Länder wollen keine gebrauchte Kleidung aus Europa und Nordamerika mehr und planen ein Einfuhrverbot. Doch der Widerstand ist groß. Vom Geschäft mit der Kleidung profitieren viele. Von Benjamin Dürr
Wir produzieren Baumwolle, Wolle und Leder, die zur Produktion von Kleidung verwendet werden“, erklärte etwa der tansanische Präsident John Magufuli im vergangenen Jahr. „Warum sollten wir Leder als Rohstoff exportieren und dafür schlechte, gebrauchte Schuhe importieren, die nach drei oder vier Tagen durchgelaufen sind?“ Altkleider-Spenden haben in Afrika zum Niedergang der lokalen Industrie beigetragen.
Interessanter Artikel im Migazin
 

Sonntag, 24. Dezember 2017

White Supremacy - zur historischen Herkunft US-amerikanischen Rassismus

Exklusivabdruck aus „Manifest Destiny und die Indigenenpolitik der USA“.