Das Feindbild Islam wurde gehegt, gepflegt und wiederbelebt, um weltweit Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung zu rechtfertigen. Exklusivabdruck aus „Lieblingsfeind Islam“. von Petra Wild
Islamfeindlichkeit ist keine Erscheinung und Folge unserer heutigen Zeit. Schon Martin Luther bezeichnete den Koran als ein „verfluchtes, schändliches Buch voller Lügen“. Auch die Aufklärung brachte ein Islambild hervor, das alles, wovon Europa sich abgrenzen wollte, auf den Orient übertrug: Rückständigkeit, Fanatismus, Wissenschaftsfeindschaft und Despotismus. Kolonialismus wirkt bis heute nach. Und der Westen hat seit jeher die Angewohnheit, alles, was die muslimische Welt betrifft, durch den Islam erklären zu wollen, wohingegen keiner auf die Idee käme, den Vietnam-Krieg durch das Christentum zu erklären. Ein überfälliger Streifzug durch die Geschichte.