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Freitag, 10. August 2018

Veröffentlichung von Totenscheinen durch Assad-Regime "Symbole der syrischen Revolution töten"

Angehörige syrischer Häftlinge erhalten überraschend die Nachricht, dass ihre Lieben vor Jahren in Haft gestorben sind. Welche politischen Interessen stecken hinter der plötzlichen Offenheit des Assad-Regimes? Antworten von Lewis Sanders und Emad Hassan

....... Das syrische Regime hat sich bisher nicht dazu geäußert, warum es die Melderegister massenweise aktualisiert. Experten sehen eine ganze Reihe von Gründen für diesen Schritt.

Das Gesetz Nummer 10 erlaubt der syrischen Regierung, sogenannte Entwicklungszonen festzulegen und Besitz zu enteignen, den niemand beansprucht. Nachdem eine solche Zone ausgewiesen worden ist, hat ein Antragsteller 30 Tage Zeit, seinen Anspruch anzumelden, bevor der Besitz an die kommunale oder regionale Behörde fällt. Die Person muss entweder der Besitzer selber, ein Angehöriger oder ein entsprechend Beauftragter sein. Er oder sie muss dann einen Rechtsanspruch auf das Stück Land begründen - in einem Verfahren, das schwer zu durchschauen ist.

Ein Anschein von Legalität
Auch Turki al-Hassan, Politikwissenschaftler und ehemaliger syrischer Brigadegeneral, bekräftigt, dass die Melderegister-Updates im Interesse der Regierung liegen. Hintergrund sei, dass das Assad-Regime die militärische Situation in Syrien wieder weitgehend unter Kontrolle habe.
"Die Symbole der Revolution töten"
Einige Beobachter vermuten andere strategische Gründe hinter dem Vorgehen des Regimes. Noura Ghazi, Anwältin und Mitgründerin der Bewegung Familien für Freiheit, glaubt, dass die Assad-Regierung ihre Rückeroberungen mit Blick auf die Endphase des Krieges festigen will.
"Das Regime gibt diese Todesmitteilungen aus, weil es merkt, dass es gewinnt und Siege verbuchen kann", so Ghazi. "Mit diesen Benachrichtigungen terrorisiert es die Menschen auch - es tötet die Symbole der friedlichen Revolution."


Freitag, 20. Juli 2018

Offensive gegen Rebellen-Hochburg Daraa Assads Truppen ausgeliefert

Während in Berlin über sichere Grenzen gesprochen wird, bringt die nächste Offensive des syrischen Regimes neues Leid. Für Syriens Präsident Baschar al-Assad sind Flüchtlinge eine Waffe. Von Bente Scheller aus Beirut

Flüchtlingsthemen standen hoch auf der Agenda des Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Jordanien und dem Libanon Mitte Juni. An einer Rückkehr der syrischen Flüchtlinge sei allen gelegen, "aber es müssen sichere Bedingungen sein, wenn eine Rückkehr in Betracht gezogen werden soll", so die Kanzlerin. Sie war noch nicht einmal ins Flugzeug zurück nach Berlin gestiegen, da begann das syrische Regime bereits die nächste militärische Großoffensive. Angriffsziel diesmal: die Provinz Daraa im Süden Syriens.



Montag, 7. Mai 2018

Syrerinnen in Assads Kerkern Gequält und gedemütigt

In den Foltergefängnissen des Assad-Regimes in Syrien sollen auch tausende Frauen einsitzen. Über ihr Schicksal ist kaum etwas bekannt. Die, die es schaffen zu entkommen, berichten Grausames. Aus Gaziantep informiert Julia Hahn.
Bericht auf qantara.de

Dienstag, 14. Februar 2017

Interview mit dem syrischen Dissidenten Yassin al-Haj Saleh: Der selektive Blick auf Syrien

Der syrische Intellektuelle Yassin al-Haj Saleh gilt als Revolutionär der ersten Stunde in seiner Heimat. Bis heute zählt er zu den schärfsten Kritikern all jener politischen Beobachter und Experten, die den Erhalt des Assad-Regime als "alternativlos" oder kleineres Übel schönreden wollen. Emran Feroz hat sich mit ihm unterhalten.
weiterlesen auf qantara....
 

Sonntag, 12. Februar 2017

Bericht und Video: Syrien: Tausende Tote bei Massenhinrichtungen im Saydnaya-Gefängnis

07. Februar 2017 - Zwischen 2011 und 2015 wurden im syrischen Militärgefängnis Saydnaya zwischen 5.000 und 13.000 Menschen im Geheimen gehängt. Dies belegt der neue Amnesty-Bericht "Human slaughterhouse: Mass hangings and extermination at Saydnaya prison, Syria". Bei den meisten Getöteten handelt es sich um Zivilisten, denen Kritik an der Regierung vorgeworfen wird. Der Bericht basiert auf den Schilderungen von 84 Zeugen und Experten, darunter Gefängniswärter und Behördenvertreter, aber auch ehemalige Häftlinge, Richter und Anwälte.
weiterlesen und sehen hier...
 

Sonntag, 25. Dezember 2016

Syrienkonflikt Rot-braune Allianz für Syrien

Stalinisten, katholische Fundamentalisten und Nazis aus ganz Europa treffen sich in ihrem diffusen Antiimperialismus. Ihre Unterstützung für das Assad-Regime ist ein wesentlicher Faktor für die ausbleibende Solidarität mit der syrischen Bevölkerung, meint Germano Monti.
weiterlesen auf qantara.....
 

Samstag, 17. Dezember 2016

Die Rache vor dem Sieg

Was, wenn Assad stürzt? In Diskussionen darüber haben Politiker und Experten gelegentlich die Frage aufgeworfen, was ein Sieg islamistischer Rebellen für Syriens ethnische und religiöse Minderheiten bedeuten könnte und ob nicht insbesondere die alawitische Minderheit, der Präsident Baschar al-Assad entstammt, dann vor Racheakten geschützt werden müsste.
Selten gestellte Gegenfrage
Viel zu selten ist leider die Gegenfrage gestellt worden: Wie verhält es sich mit Racheakten seitens des Regimes, wenn Assad gewinnt? Dabei war Assads Krieg gegen die Zivilbevölkerung von Anfang an ein Vorgeschmack darauf. Lange bevor klar war, wie der Konflikt mit der aufbegehrenden syrischen Bevölkerung ausgehen könnte, hat das Regime bereits mit seiner Rache begonnen.
weiterlesen auf qantara.....
 

Triumph der Barbarei

Der Gewalt in Aleppo setzt niemand etwas entgegen. Vor den Augen der ganzen Welt geschehen unsägliche Gräuel, für deren Opfer manche nicht einmal Mitleid empfinden.

Noch immer kein Entkommen aus der Hölle

Bei Minusgraden warten Zehntausende, endlich aus Ost-Aleppo evakuiert zu werden. Gestern hatten syrische Truppen den Abzug verhindert. Augenzeugen berichten von Gewalt.
weiterlesen in zeit.de.....
 

Freitag, 16. Dezember 2016

Aleppo evacuation suspended after four people shot dead

Zouhir al Shimale, an independent journalist in east Aleppo was part of the convoy that was held up. He told Al Jazeera that in addition to being beaten up, the civilians were also robbed of cash before being sent back.
"They took us after we reached regime areas, handcuffed us, killed four, and told us its payback. Then we came back," he said on Twitter.
In another tweet, he said militias robbed evacuees "of all their money" before blocking them.
Al Jazeera's Charles Stratford, reporting from the city of Antakya in neighbouring Turkey, said that he received reports that Iranian militiamen were the ones who blocked the convoy.
weiterlesen auf aljazeera...
 

Iran hails victory in Aleppo as Shia militias boost Syria's Bashar al-Assad

Iranian leaders have claimed a military victory in Aleppo, with the Ayatollah Ali Khamenei’s chief military aide boasting that Syrian president Bashar al-Assad’s forces would have been unable to retake the besieged city without support from Tehran.
“Aleppo was liberated thanks to a coalition between Iran, Syria, Russia and Lebanon’s Hizbollah,” said Seyed Yahya Rahim-Safavi. “Iran is on one side of this coalition which is approaching victory and this has shown our strength. The new American president should take heed of the powers of Iran.”
Weiterlesen in the guardian.....
 

Unklarheit über weitere Evakuierung Aleppos

Syriens Regierung hat die Evakuierung der Rebellengebiete im Osten der Stadt Aleppo nur einen Tag nach Beginn wieder gestoppt. Das Regime in Damaskus und die Opposition gaben sich dafür am Freitag gegenseitig die Schuld. Russland als enger Verbündeter Syriens erklärte den Transport von Kämpfern und deren Familien aus Ost-Aleppo für beendet.
weiterlesen hier.....
 

In Russland wird der Krieg in Syrien totgeschwiegen

  • Die Vereinten Nationen und westliche Regierungsvertreter kritisieren Russlands Vorgehen in Syrien regelmäßig heftig.
  • In Russland dagegen wird das Grauen kaum wahrgenommen.
  • Staatlich kontrollierte Medien übernehmen die Rede von der "Befreiung" Aleppos. Selbst ansonsten kritische Medien hinterfragen das kaum.
Von Julian Hans, Moskau
  

Russland erklärt Evakuierung für beendet

Nach russischen Angaben haben inzwischen alle Rebellen und ihre Familien Ost-Aleppo verlassen. Die Kämpfer widersprechen und berichten von Blockaden durch Assads Truppen.
weiterlesen au zeit.de...
 

Wie Helfer in Syrien ihr Leben riskieren

In Aleppo sind am Freitag erneut Kämpfe ausgebrochen. Ein Transport mit 800 Flüchtlingen wurde von Panzern gestoppt.
• Bis zum Abbruch der Evakuierung konnten knapp 6500 Menschen aus dem zerstörten Ostteil der Stadt in Rebellengebiete transportiert werden.
• Helfer können die eingeschlossenen Menschen nicht mehr erreichen.
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Dienstag, 13. Dezember 2016

Fight for Aleppo is almost over – but a new chapter of misery begins

Assad and his allies show no sign that they will be merciful towards the vanquished, as the Damascus regime enters a tricky phase.
weiterlesen im guardian...
 

Strafanzeige gegen Baschar al-Assad Das Ende der Straffreiheit in Syrien?

Sechs deutsche Anwälte klagen Syriens Machthaber Assad wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an. Was naiv klingt, ist ein überfälliger Schritt der internationalen Strafverfolgung – und Deutschland ist der perfekte Ort dafür. Von Kristin Helberg
Seit Jahren kann das Assad-Regime in Syrien machen was es will – zu Tode foltern, aushungern, Krankenhäuser bombardieren und Kinder vergasen – es bleibt folgenlos. Den syrischen Präsidenten wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzuklagen klingt deshalb nach einer naheliegenden Idee, die man schon früher hätte haben können.
weiterlesen auf qantara.....

Assads System der Folter

In ihrem Buch "Codename Caesar. Im Herzen der syrischen Todesmaschinerie" beleuchtet Garance Le Caisne die systematische Folter unter Syriens Machthaber Baschar al-Assad und die Bemühungen des unter dem Deckmantel "Caesar" agierenden Fotografen, ein Ende dieses Mordens zu erwirken. Mit ihr sprach Ruth Renée Reif.
weiterlesen auf qantara....