Prof. Dr. Rainer Mausfeld im Gespräch zum Themenkomplex Rassismus, Kolonialismus und Kapitalismus
Historische Analysen zeigen, dass Rassismus keine Reaktion auf
Andersartigkeit und Fremdheit ist, sondern gerade diese
„Andersartigkeit“ erst behauptet und somit erzeugt. So bringt auch der
antiislamische Rassismus die Art der wesensmäßigen „Andersartigkeit“ von
Muslimen erst hervor, die die „westliche Wertegemeinschaft“ für ihre
eigene politische Identitätsstiftung und für die Legitimation ihrer
Herrschaftsbedürfnisse benötigt.
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Samstag, 5. August 2017
Freitag, 24. März 2017
Im Tiefpunkt von Menschenrechten und Meinungsfreiheit!
Als vor zwei Jahren, im Dezember 2015, die rechtsradikale israelische
Justizministerin Ayelet Shaked mit einer Delegation nach Berlin zu ihrem
deutschen Kollegen Justizminister Maas kam, da protestierte kein
deutscher Politiker gegen diesen Besuch einer Politikerin, die „jüdische
Werte“ über die Demokratie stellt, und die Palästinenser als Feinde
sieht, die man töten muss, auch deren Kinder als kleine Schlangen, und
die sich wünschte, dass ihr Ehemann, ein Pilot der IDF, viele Bomben
über Gaza abwirft.
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Montag, 17. Oktober 2016
Kapitalismus und die Wertegemeinschaft der „Herrenmenschen“ – Ein Interview
Prof. Dr. Rainer Mausfeld im Gespräch zum Themenkomplex Rassismus, Kolonialismus und Kapitalismus:
Vorurteil – Diskriminierung –
Entmenschlichung. Würde diese Kausalkette einen universell gültigen
Rassismus als Basis der kapitalistischen Gesellschaft beschreiben? Wenn
ja – welche menschliche Eigenschaft führt zu dieser Negierung einer
universellen Menschenwürde?
.........
Und nun? Wo liegt das Modell der Zukunft; oder gibt es gar keines?
Die abendländischen Kulturen, die heute
in dem kulminieren, was sich selbst als „westliche Wertegemeinschaft“
zelebriert, haben den Weg der Gewalt kultiviert. Sie haben von den
Kreuzzügen über den Kolonialismus und seiner „mission civilisatrice“ bis
zum gegenwärtigen „humanitären Imperialismus“ die wohl größte Blutspur
in der Geschichte des Menschen hinterlassen. Zugleich haben sie die
ausgefeiltesten Formen von Doppelmoral und Heuchelei entwickelt, der
zufolge selbst unsere größten Gräueltaten lediglich Ausdruck unserer
gutwilligen und uneigennützigen Bemühungen um das Allgemeinwohl und den
zivilisatorischen Fortschritt der Menschheit seien. Nur wenn wir uns
unserer geschichtlichen Verantwortlichkeiten für diesen Weg der Gewalt
bewusst werden, können sich Chancen eröffnen, die es überhaupt
aussichtsreich machen könnten, von Zukunft der Menschheit zu sprechen.
Labels:
Diskriminierung,
Empörungsmanagement,
Entmenschlichung,
Imperialismus,
Kapitalismus,
Kolonialismus,
Meinungsmache,
Vorurteile,
westliche Wertegemeinschaft
Mittwoch, 5. Oktober 2016
Was auch noch gesagt werden muss!
Peres wurde von allen Seiten als letzter Vater Israels, der den
„Jüdischen Staat“ über Jahrzehnte geprägt hatte gelobt, und von der
ganzen „westlichen Wertegemeinschaft“ betrauert und beweint. Was war das
für ein gleich geschalteter Chor, der Peres so scheinheilig würdigte.
Selten hat man so viele verlogene Reden und Nachrufe gehört wie für
diesen falschen Friedensengel. Peres war ein Nationalist und Zionist,
der nur eines wollte: nämlich einen Judenstaat aufzubauen, aber im
ganzen Palästina! (2)
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