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Donnerstag, 18. Januar 2018
Afrika wehrt sich gegen abgelegte Klamotten aus Europa
Einige ostafrikanische Länder wollen keine gebrauchte Kleidung aus Europa und Nordamerika mehr und planen ein Einfuhrverbot. Doch der Widerstand ist groß. Vom Geschäft mit der Kleidung profitieren viele. Von Benjamin Dürr
Wir produzieren Baumwolle, Wolle und Leder, die zur Produktion von Kleidung verwendet werden“, erklärte etwa der tansanische Präsident John Magufuli im vergangenen Jahr. „Warum sollten wir Leder als Rohstoff exportieren und dafür schlechte, gebrauchte Schuhe importieren, die nach drei oder vier Tagen durchgelaufen sind?“ Altkleider-Spenden haben in Afrika zum Niedergang der lokalen Industrie beigetragen.
Interessanter Artikel im Migazin
Sonntag, 3. Dezember 2017
ZARA – Der heimliche Klassenkampf im Jackenfutter
Kunden der Modemarke Zara in Istanbul zogen in den vergangenen Wochen
ungewöhnliche Etiketten aus ihren Einkaufstaschen. Ihr Text lautete:
„Ich habe dieses Kleidungsstück, das Sie kaufen, hergestellt, wurde aber
nicht dafür bezahlt“. Die Nachricht sorgte für Schlagzeilen rund um die
Welt....... Es ist nicht das erste Mal, dass die Modemarke für negative
Überschriften sorgt. Von Bangladesch über Südafrika bis Brasilien und
Chile steht der Zara-Mutterkonzern Inditex seit mindestens sechs Jahren
wegen stets wiederholter arbeits- und umweltrechtlicher Vergehen
weltweit unter Beschuss.
Der Schmuggel der Protest-Etiketten in die Kleidungsstücke ist zugleich genial und Ausdruck von Verzweiflung.
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