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Samstag, 27. Oktober 2018

Der Staatsfeind Nummer 1 - Islam - warum das so ist und wie der geschichtliche Hintergrund dazu ist, findet ihr hier in einen absolut ausführlichen und lesenswerten Rückblick auf die Geschichte Europas


Das Feindbild Islam wurde gehegt, gepflegt und wiederbelebt, um weltweit Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung zu rechtfertigen. Exklusivabdruck aus „Lieblingsfeind Islam“. von Petra Wild

Islamfeindlichkeit ist keine Erscheinung und Folge unserer heutigen Zeit. Schon Martin Luther bezeichnete den Koran als ein „verfluchtes, schändliches Buch voller Lügen“. Auch die Aufklärung brachte ein Islambild hervor, das alles, wovon Europa sich abgrenzen wollte, auf den Orient übertrug: Rückständigkeit, Fanatismus, Wissenschaftsfeindschaft und Despotismus. Kolonialismus wirkt bis heute nach. Und der Westen hat seit jeher die Angewohnheit, alles, was die muslimische Welt betrifft, durch den Islam erklären zu wollen, wohingegen keiner auf die Idee käme, den Vietnam-Krieg durch das Christentum zu erklären. Ein überfälliger Streifzug durch die Geschichte.


Mittwoch, 27. Juni 2018

Separating Migrant Families Is Barbaric. It’s Also What the U.S. Has Been Doing to People of Color for Hundreds of Years.

....... At least five troubling factors are at play here. All five were fully and completely present before this current crisis ever began. They set the tone and created the culture in which something so heinous could ever take place........

.... First, this has happened here before. In fact, it has happened millions of times across the years in this country. Africans forced into slavery in this country were routinely separated from their children.......
And this was no brief period of this nation’s history, but a feature of the institution of slavery that existed in the United States for nearly 250 years.......

....... Not only were enslaved African children routinely separated from their families, but so too were Native Americans in this Country......

.....You’d have a hard time finding an extended period of American history where children and parents of color weren’t forcefully separated from one another by the white power structure in this country. It’s woefully and painfully normal. And it’s because it’s so normal that it is so easy for it to happen again and again in this country. This nation has mastered separating parents and children. Pretending otherwise is to offer a revisionist history......

..... At the root of the current human rights crisis at American borders is white supremacy and bigotry. Trump does not have a problem with immigrants. His mother was an immigrant from Scotland. His grandparents were all immigrants. His first wife, Ivana, was an immigrant from what is now the Czech Republic; Trump’s children with her — Donald Jr., Ivanka, and Eric — have an immigrant parent. Trump’s third wife, Melania, is an immigrant from Slovenia. She became a citizen in 2006. His son with her, Barron, has an immigrant parent. So no, Trump doesn’t hate immigrants. But he does seem to hate immigrants of color. And this distinction is essential......
...... This nation has routinely mistreated and abused people of color for hundreds of years — and has willfully separated millions of families, sometimes permanently, for sport and profit, on this soil. Speak out against it. Organize against it. But just know that what you are seeing has deep roots..... 



Montag, 9. April 2018

Der Westen tötet im Orient 329 Menschen. Jeden Tag. Seit 27 Jahren.

Durch Krieg und genozidale Sanktionen tötete der Westen im Irak, Afghanistan, Libyen, Somalia, Jemen und Pakistan in den letzten 27 Jahren 3.303.287 Menschen – im Schnitt 329 jeden Tag.

Das ist der deprimierendste Artikel, den ich je geschrieben habe. Als Naturwissenschaftler ist es meine Aufgabe, Dinge auszurechnen. An der Uni lernte ich, dies auf professionelle Weise zu tun. Doch die Reaktionskinetik enzymatischer Prozesse zu berechnen, ist das Eine – tote Menschen bis in den Himmel hochzuaddieren, das Andere. Dieser Text soll dazu beitragen, die Blasen, in denen wir leben, zum Platzen zu bringen. Er soll die fest zugekniffenen Augen für das Leid anderer Menschen öffnen.
 

Donnerstag, 25. Januar 2018

Das „Drecksloch-Land“

„Ob ein Land ein Drecksloch-Land ist, hängt von Ihrer Perspektive ab“, kontert Chris Hedges US-Präsident Trump, der meint, Ghana, El Salvador und „Afrika“ seien „Shithole Countries“.

Chris Hedges, der fast zwanzig Jahre lang als Auslandskorrespondent, unter anderem in Mittelamerika, tätig war, untersucht in diesem Artikel die Rolle der USA in den politischen Verwerfungen Mittelamerikas. Diese Rolle ist so vielfältig wie die Verbrechen, die von den USA oder ihren Handlangern in Mittelamerika begangen wurden. Da ist zum einen die Unterstützung korrupter und skrupelloser „Herrscher“ und Oligarchen, die es den USA im Gegenzug ermöglichten, eigene wirtschaftliche Interessen ebenso skrupellos durchzusetzen. Zum anderen die Hilfe, die die USA immer wieder bereit waren zu leisten, wenn es um die Niederschlagung von Protesten und friedlichen Demonstrationen der „geschundenen Seelen“ ging, der armen Landarbeiter, der Enteigneten, der „Verdammten der Erde“. Welches Land ein Drecksloch-Land ist, hängt daher entscheidend von der Perspektive ab.

weiterlesen auf rubikon

 

Samstag, 20. Januar 2018

Rassismus und der "kolonialistische" Blick von "oben herab" auf all die ach so armen Drittländer ist tief verwurzelt in unserer westlichen Gesellschaft

Wir im Westen lassen uns unsere Freiheit und unsere Werte nicht nehmen. Schließlich haben wir uns diese ja hart erkämpft und immer wieder ist von der christlich-jüdisch geprägten westlichen Welt und von Leitkultur zu hören. Christlich-jüdisch geprägt, hmm, eine christlich-jüdische Geschichte gibt es alle Mal und ein gewisser Umgang mit der Aufarbeitung dieser........
Mit dem allgemeinen Rechtsruck in Europa und dem Fallen der Hemmschwellen für viele früher unausgesprochenen Diskriminierungen und Herabwürdigungen - eben weil früher nicht salonfähig, weil rassistisch, nationalistisch etc.  - wird jetzt sogar damit Politik gemacht und dies äußerst sich in folgender Studie: Sichtbarer Migrationshintergrund führt zu Diskriminierung.
Vielen Menschen fällt das nicht so auf, weil sie nicht betroffen sind, und außerdem wird doch so viel gegen Rassismus und Diskriminierung protestiert. Die H&M-Werbekampagne hat eine Welle der Empörung ausgelöst. Dennoch ist Deutschland (Österreich) weit von echter Rassismuskritik entfernt. Das attestiert die Aktivistin und Rheinländerin mit kongolesischen Wurzeln Emilene Mudimu der deutschen Gesellschaft im Gespräch mit MiGAZIN. Außerdem erklärt die Sozialarbeiterin die steile Karriere des N-Wortes und warum Deutschland das Land der bösen Blicke ist im folgendem Interview: „Die politische Stimmung begünstigt den Rassismus“.

Ich denke, dass den meisten Menschen einfach nicht bewusst ist, wie manipuliert wir durch unsere Geschichte und Medien sind. Wir sind doch die Guten!!! Wir helfen den armen Drittländern, sammeln Kleider oder Geld mit Licht ins Dunkel.  Dass wir andere Länder mit unserer Altkleidung richtig überschwemmen und ihnen damit die Möglichkeit rauben ihre eigene Wirtschaft aufzubauen, daran denkt niemand, aber  Afrika wehrt sich gegen abgelegte Klamotten aus Europa
und dass aus gutem Grund!!! (um Nachzulesen einfach antippen). Vom Elektromüll und Milchberg bzw. Nahrungsproduktionsüberschuss ganz zu Schweigen).

Auch ist der Westen doch nur mit Friedenstruppen im Ausland vertreten und Waffen werden nur an die Guten geliefert, es spielt keine Rolle, dass diese Guten laufend wechseln. Kriegsverbrecher auf freiem Fuß, von Daniele Ganser, klärt darüber auf, dass es ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Demokratien keine Angriffskriege beginnen und keine Terroranschläge ausführen. Die historischen Fakten für die Zeit von 1945 bis heute zeigen eine ganz andere Realität: Immer wieder haben sich demokratische Staaten aus Europa und Nordamerika in den vergangenen 70 Jahren an Angriffskriegen und Terroranschlägen beteiligt. Viele westliche Politiker und Militärs gehören lebenslang hinter Gitter, ein Exklusivabdruck aus „Fassadendemokratie und Tiefer Staat: Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter“.

Es ist wirklich wichtig sich mit der eigenen kolonialistischen, imperialistischen Vergangenheit auseinanderzusetzen und sich klar zu machen auf wessen Rücken unser Wohlstand aufgebaut ist und wie sich diese Ausbeutung und diese weiße Überlegenheit immer noch im Weltgeschehen und in unserem Alltag fortsetzt.  

Menschenrechte und Gleichheit, Friede und Recht auf Leben für ALLE - oder doch nur für jene, die so sind wie wir das mit unserer Leitkultur festlegen???????


 

 

Donnerstag, 18. Januar 2018

Afrika wehrt sich gegen abgelegte Klamotten aus Europa


Einige ostafrikanische Länder wollen keine gebrauchte Kleidung aus Europa und Nordamerika mehr und planen ein Einfuhrverbot. Doch der Widerstand ist groß. Vom Geschäft mit der Kleidung profitieren viele. Von Benjamin Dürr
Wir produzieren Baumwolle, Wolle und Leder, die zur Produktion von Kleidung verwendet werden“, erklärte etwa der tansanische Präsident John Magufuli im vergangenen Jahr. „Warum sollten wir Leder als Rohstoff exportieren und dafür schlechte, gebrauchte Schuhe importieren, die nach drei oder vier Tagen durchgelaufen sind?“ Altkleider-Spenden haben in Afrika zum Niedergang der lokalen Industrie beigetragen.
Interessanter Artikel im Migazin
 

Sonntag, 24. Dezember 2017

White Supremacy - zur historischen Herkunft US-amerikanischen Rassismus

Exklusivabdruck aus „Manifest Destiny und die Indigenenpolitik der USA“.

Dienstag, 12. Dezember 2017

War es Völkermord?

Fallstudien dreier Indianervölker ermöglichen die Neubewertung eines Menschheitsverbrechens.

Eine grundlegende Veränderung staatlicher Strukturen

Und hinterher wird wieder einmal niemand verantwortlich gewesen sein
von Wolfgang Bittner.
Die Häufung von Vorfällen und Entwicklungen, die in letzter Zeit von der Demokratie noch übrig gebliebene Reste in Frage stellen, macht betroffen und erschüttert.
 

Dienstag, 7. November 2017

Ein Menschheitsverbrechen

Uranwaffen sind das größte Kriegsverbrechen unserer Zeit. Doch die Medien schweigen. Und die Regierung lügt.

von Frieder Wagner
.......
Die Katastrophe von Tschernobyl hätte die Anhänger dieser Technik eigentlich zu besseren Erkenntnissen führen müssen. Viele werden sich nach Tschernobyl noch an die Bilder von missgebildeten Kindern und Tieren erinnern, die nach dieser Katastrophe geboren wurden: Babys ohne Augen, ohne Beine und Arme, Tiere mit fünf Beinen oder zwei Köpfen, Babys, die ihre inneren Organe in einem Hautsack außen am Körper trugen. All diese armen Kreaturen lebten unter entsetzlichen Schmerzen nur wenige Stunden.
Solche furchtbaren Missbildungen musste ich wieder sehen, als ich für einen Fernsehfilm und später für einen Kinodokumentarfilm den Irak, Serbien, Bosnien und das Kosovo besuchte. Die Ursache für solche Missbildungen und für hoch aggressive Krebserkrankungen und Leukämien in diesen Ländern ist heute aber nicht mehr die Tschernobyl-Katastrophe, sondern die Anwendung von Uranmunition und -bomben durch die alliierten Streitkräfte in den vergangenen Kriegen (in Bosnien 1995, in Jugoslawien 1999, Afghanistan 2001, im Irakkrieg 2003 und dann auch in Lybien und in Syrien)......
ganzer Artikel zu lesen auf rubikon

Donnerstag, 2. November 2017

Balfour-Erklärung – eine multiple Zeitbombe. Ein Essay von Heiko Flottau.

Heute vor 100 Jahren hat der britische Außenminister Balfour in einer nach ihm benannten Erklärung den Juden eine „Heimstatt“ in Palästina versprochen. Die Folgen sind noch heute sichtbar. „In der Balfour-Erklärung bündelten sich … ganz verschiedene Strömungen: Angst vor jüdischer Zuwanderung, britische imperiale Politik, Kampf gegen den Bolschewismus und ein früher christlicher, nichtjüdischer Zionismus.“ So der Journalist und Nahostexperte Heiko Flottau [*] im folgenden Essay mit interessanten Informationen. Sehr lesenswert. Albrecht Müller
weiterlesen auf den NachDenkSeiten
 

Mittwoch, 25. Oktober 2017

„Sadistisch, unmoralisch, primitiv“

Amerikanische Psychiater und Psychologen haben den Geisteszustand des US-Präsidenten begutachtet
Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.
....... Es ist schlichtweg völlig egal, welches pathologische Bild ein Donald Trump oder sein Vorgänger oder Vorvorgänger haben. Wichtig wäre, dass wir endlich eine andere Perspektive einnehmen. Weg von den Feindbildern, hin zu echten Lösungen. Doch welche Lösung finden wir, wenn wir annehmen, dass nicht bloß die Menschen krank in ihren Seelen sind? Welche Lösung finden wir, wenn wir die Diagnose „kranke Gesellschaft“ attestieren? Auf einen Einzelnen zu knüppeln ist relativ einfach. Festzustellen, dass die Gesellschaft krank ist, ist etwas völlig anderes. Und seine Folgen können den Rahmen vieler Gehirne sprengen. Sind sie doch auf die Konstruktion von Feindbildern konditioniert. Wenn der Imperator genesen würde, so bliebe dennoch das Imperium in seiner unermesslichen Pathologie gegen alle Menschen unangetastet. Was ist, wenn unsere Gesellschaft das Problem ist, nicht aber „nur“ die Regierung? Was wäre, das Problem wie auch die Lösung wären ich und nicht immerfort nur die Anderen?........
 

Samstag, 5. August 2017

Kapitalismus und die Wertegemeinschaft der „Herrenmenschen“

Prof. Dr. Rainer Mausfeld im Gespräch zum Themenkomplex Rassismus, Kolonialismus und Kapitalismus
Historische Analysen zeigen, dass Rassismus keine Reaktion auf Andersartigkeit und Fremdheit ist, sondern gerade diese „Andersartigkeit“ erst behauptet und somit erzeugt. So bringt auch der antiislamische Rassismus die Art der wesensmäßigen „Andersartigkeit“ von Muslimen erst hervor, die die „westliche Wertegemeinschaft“ für ihre eigene politische Identitätsstiftung und für die Legitimation ihrer Herrschaftsbedürfnisse benötigt.
weiterlesen auf Hintergrund.de.....
 

Freitag, 14. April 2017

Nehmt ihnen die Waffen!

Widerstand und Solidarität statt Wohlfühlprotest – Pazifismus und Moral alleine werden die imperialistischen Kriegstreiber nicht stoppen.
Kommentar von Susan Bonath.
 

Mittwoch, 15. Februar 2017

In a Time of Executive Orders, Upholding Truth is a Revolutionary Act

The first month of Trump in office unleashed chaos and turmoil in the nation, creating what some called a constitutional crisis. With a series of executive orders threatening women’s reproductive rights, immigrants and sacred water guarded by the Standing Rock Sioux Tribe, public outrage galvanized in protests across the country.
This new resistance against Trump’s repressive nationalist agenda is very encouraging. Yet, in order for this spark to become a truly transformative force, we need to take a hard look at how we got here. Trump’s outrageous move barring people from seven majority Muslim nations from entering into the United States sent shockwaves nationwide. The truth is that this didn’t emerge out of nowhere. This controversial list of Muslim countries that Trump is now using in his executive order was created by Obama, who was the commander in chief that had bombed 7 countries and expanded the Bush era ‘War on Terror’.
weiterlesen auf Counterpunch....
 

Sonntag, 12. Februar 2017

US-Außenpolitik im Nahen Osten Der Westen gegen den Rest der Welt

US-Präsident Trump versucht, das sogenannte "muslimische Problem" mit harten Bandagen zu bekämpfen. Ein Problem, das der Westen schuf und das er nun im unberechenbaren Umgang mit dem Nahen Osten weiter verschlimmert. Eine Analyse von Mishana Hosseinioun
weiterlesen auf qantara....

Samstag, 10. Dezember 2016

Krieg ohne Ende

Der Westen gibt sich gern als Moralinstanz für die gesamte Welt: Freiheit und Demokratie gebe es hier und schütze man überall. Vergessen werden dabei oft all die Völkerrechts- und Menschheitsverbrechen, denen er sich schuldig machte und stets aufs Neue macht: Die unheilvollen und überdies illegalen Kriege etwa, mit denen er die Welt seit Jahren überzieht. Die Tatsache, dass diese vermeintlich gerechten Kriege bereits jetzt hundertfach mehr Tote gefordert haben als alle Terroranschläge gegen „unsere“ Länder zusammen. Und auch die systematische Vernichtung der Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen durch den Einsatz von Uranmunition im Irak und nun auch in Syrien. Überhaupt scheint kaum bekannt zu sein, dass die großen Tragödien des Krieges in aller Regel noch Jahre und Jahrzehnte nach Kriegsende zu beobachten sind. Zu diesen sprach Jens Wernicke mit dem Schweizer Buch- und Filmautor Peter Jaeggi.
weiterlesen auf den NachDenkSeiten....

Was Obama aus Afrika gemacht hat

Zum Ende von Barack Obamas Amtszeit müssen viele verschiedene Bilanzen erstellt werden. Wie gewohnt, gibt es dabei meist keinen Fokus auf Afrika. Dabei hat der erste afroamerikanische US-Präsident die Eskalation auf dem afrikanischen Kontinent vorangetrieben wie kein anderer. Aus dem Schatten heraus hat der US-Imperialismus Afrika wieder voll im Griff. Von Emran Feroz.
weiterlesen auf den NachDenkSeiten...
 

Dienstag, 8. November 2016

Armutsflüchtige ????!!!?????

Seit Menschen in Not zu uns nach Deutschland kommen, reden wir von Armutsflüchtlingen. Das suggeriert, als seien die Menschen selbst schuld an ihrem Schicksal. Dabei trägt unser Wohlstand maßgeblich mit dazu bei, dass diese Menschen nichts haben. Von Sven Bensmann
......Übersetzt heißt das alles: Unser Lebensstil ist für deren Armut verantwortlich. Armutsflüchtlinge sind Flüchtlinge unseres Wirtschaftssystems, nicht deren persönliches Versagen. Dies umzukehren und den Opfern jede Solidarität zu verweigern, ist das Ende der Zivilisation. Es ist Barbarei.
weiterlesen im MiGAZIN......
 

Montag, 17. Oktober 2016

Kapitalismus und die Wertegemeinschaft der „Herrenmenschen“ – Ein Interview

Prof. Dr. Rainer Mausfeld im Gespräch zum Themenkomplex Rassismus, Kolonialismus und Kapitalismus:
Vorurteil – Diskriminierung – Entmenschlichung. Würde diese Kausalkette einen universell gültigen Rassismus als Basis der kapitalistischen Gesellschaft beschreiben? Wenn ja – welche menschliche Eigenschaft führt zu dieser Negierung einer universellen Menschenwürde?
.........
Und nun? Wo liegt das Modell der Zukunft; oder gibt es gar keines?
Die abendländischen Kulturen, die heute in dem kulminieren, was sich selbst als „westliche Wertegemeinschaft“ zelebriert, haben den Weg der Gewalt kultiviert. Sie haben von den Kreuzzügen über den Kolonialismus und seiner „mission civilisatrice“ bis zum gegenwärtigen „humanitären Imperialismus“ die wohl größte Blutspur in der Geschichte des Menschen hinterlassen. Zugleich haben sie die ausgefeiltesten Formen von Doppelmoral und Heuchelei entwickelt, der zufolge selbst unsere größten Gräueltaten lediglich Ausdruck unserer gutwilligen und uneigennützigen Bemühungen um das Allgemeinwohl und den zivilisatorischen Fortschritt der Menschheit seien. Nur wenn wir uns unserer geschichtlichen Verantwortlichkeiten für diesen Weg der Gewalt bewusst werden, können sich Chancen eröffnen, die es überhaupt aussichtsreich machen könnten, von Zukunft der Menschheit zu sprechen.