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Sonntag, 12. Mai 2019
Sonntag, 28. April 2019
Rassistisches RFJ-Plakat: IKG und IGGÖ kritisieren Darstellung
Für IKG-Präsident Deutsch "eindeutig rassistisch" – Vural ortet Hetze gegen Muslime
Wien – Vertreter des Judentums und des Islam kritisieren ein ausländerfeindliches Plakat des Rings Freiheitlicher Jugend (RFJ) Steiermark. Dass dort Migranten als finstere Figuren dargestellt werden, sei "eindeutig rassistisch", sagte der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Oskar Deutsch, am Donnerstag im Ö1-"Mittagsjournal". Die Islamische Glaubensgemeinschaft ortet Hetze gegen Muslime.
Das Plakat des RFJ zeigt ein idealisiertes offensichtlich heimisches Paar in Tracht, umgeben von finsteren Figuren mit Buckel und Hakennase sowie einer Moschee im Hintergrund. Zu lesen ist: "Tradition schlägt Migration!" FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky hatte in der "ZiB 2" am Dienstag das Sujet verteidigt. Dieses sei bereits seit einem Jahr in Umlauf, in der Steiermark habe sich bis jetzt niemand daran gestoßen. - weiterlesen im Standard
Von Harald Vilimsky lernen: Laue Lüfterln
Der EU-Spitzenkandidat der FPÖ ist die Fleischwerdung des Hofer'schen Wortes, man werde sich noch wundern, was alles möglich ist.
Fast eine Woche ist es her, dass Bundeskanzler Kurz natürlich und ausschließlich dem Regierungsorgan Kronen Zeitung ein Interview gewährt und darin großspurig angekündigt hat: "Ich werden die FPÖ an ihren Taten messen." Seither waren zwei Taten zu verzeichnen: Aus freiheitlicher Feder wurde ein Gedicht bekannt, in dem Menschen mit Ratten verglichen werden, und aus dem Munde des freiheitlichen Spitzenkandidaten für die EU-Wahl Harald Vilimsky wurde der Ausspruch bekannt: "Wäre ich ORF-Generaldirektor, würde ich Armin Wolf vor die Tür setzen." - weiterlesen im Standard
Die FPÖ und die Zukunft Österreichs
Die Partei als Ganzes ist antiliberal, autoritär und lebt von ständiger Hetze gegen irgendwen.
Das ewige Dilemma der österreichischen Politik: Wenn es keine Koalition aus Rot und Schwarz werden soll, dann bleibt nur eine absolute Mehrheit (nicht mehr realistisch) oder eben eine Koalition mit der FPÖ. So alle paar Jahre versucht es dann eine Partei: 1983 ließ sich die SPÖ auf eine Koalition ein, was 1986 scheiterte; im Jahr 2000 dann die ÖVP, was 2006 schiefging. Jetzt halt wieder die ÖVP.
Historisch haben Teile sowohl der ÖVP wie der SPÖ schon relativ bald nach dem Krieg versucht, sich die FPÖ (beziehungsweise ihren Vorläufer VdU) schönzureden, um der ungeliebten Koalition mit der jeweils anderen Partei zu entgehen. Das scheiterte an diversen Widerständen, aber auch an der Sehnsucht der "Ex"-Nazis, "ideologisch rein" zu bleiben. ……..
…. Heute huldigt die zweite und dritte Reihe der FPÖ noch immer NS-Gedankengut, und die Partei als Ganzes ist antiliberal, autoritär und lebt von ständiger Hetze gegen irgendwen. Das geht auf die Dauer in einer Demokratie nicht. Ändern wird sich die FPÖ nicht, und deshalb gibt es für sie nur zwei Möglichkeiten: Entweder scheitert sie ein drittes Mal, oder es gelingt ihr, dauerhaft an der Macht zu bleiben und Österreich in eine autoritäre "Demokratie" zu verwandeln.
gesamter Artikel im Standard
Sonntag, 31. März 2019
Christchurch: Mordideologie aus dem Ramschladen
Der Massenmord von Christchurch war keine Wahnsinnstat, sondern ein politischer Akt, schreibt Benjamin Opratko. Die Ideen, die den Terroristen antrieben, sind im politischen Mainstream fest verankert – auch und gerade in Österreich.
Es gibt einen Satz im Manifest des Massenmörders von Christchurch, der es wert ist, gelesen zu werden. Es ist ein Satz, der eine öffentliche Debatte überall in jenem „Westen“ anstoßen müsste, den der Täter zu schützen vorgibt. Auf die selbst gestellte Frage, weshalb er gerade MuslimInnen als Opfer ausgewählt hat, antwortet er: „Sie sind die am meisten gehasste Gruppe von Invasoren im Westen, sie anzugreifen erhält die größte Unterstützung.“
Was ist an diesem Satz so bemerkenswert? Er bringt auf den Punkt, was die Soziologie „Opportunitätsstrukturen“ nennt. Dieser Begriff beschreibt die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen eine soziale Handlung wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher wird...…
Eine Kultur des Misstrauens
Keine Erklärung des Massakers von Christchurch, Neuseeland, kann ohne Verweis auf eine global verbreitete, tief verankerte Kultur des alltäglichen Rassismus gegenüber Musliminnen und Muslimen auskommen. Es ist eine Kultur des Misstrauens und des Verdachts. Eine Kultur, die den Massenmord zur Randnotiz macht statt zur Schlagzeile. Die es ermöglicht, den Opfern selbst noch die Verantwortung für ihre Ermordung zuzuschieben. In der selbst Linke es für angebracht halten, nach dem Mord an 51 Betenden darauf hinzuweisen, dass sie Religion ja trotzdem ablehnen.
…… Die rassistische Verschwörungstheorie, wonach MuslimInnen das Abendland unterwandern und finstere Mächte einen „großen Austausch“ der weißen Bevölkerung planen, mobilisierte schon vor bald fünf Jahren Zehntausende auf die Pegida-Demos. Sie ist eine Kernidee der AfD ebenso wie der FPÖ oder des neofaschistischen Netzwerks „Identitäre Bewegung“. Von letzteren entlehnte der Mörder auch den Titel seines Manifests: Der „Große Austausch“, das Kernkonzept der Identitären, heißt in der Übersetzung des Australiers „The great replacement“....
Samstag, 30. März 2019
Kopftuchverbot für Minderjährige Empört. Enttäuscht. Fassungslos.
Empört über den Titel der Petition von Terre des Femmes „Den Kopf frei haben“. Enttäuscht über das Unverständnis einer gemeinnützigen Menschenrechtsorganisation gegenüber Frauen, die nicht in ihre ‚weiße‘ Feminismusdefinition passen. Und fassungslos über die zahlreichen Unterzeichnungen dieser Petition von jenen Menschen, die in der Öffentlichkeit als Sprachrohr gelten.
Der Aufruf von Terre des Femmes hat uns Schwestern, beide tätig im sozialpädagogischen Bereich, zutiefst getroffen. Die wichtigsten Werte, die in unserer Familie hochgeschrieben werden, sind Akzeptanz und Respekt gegenüber unterschiedlichen Lebensentwürfen. Nur so kann ein friedliches Miteinander und ein diskriminierungsfreies Deutschland erlangt werden.
Indem Terre des Femmes versucht, ein angebliches Recht für minderjährige Mädchen einzufordern, tut sie genau das Gegenteil: nämlich anderen Mädchen das Recht wegnehmen, sich frei entfalten zu können. Terre des Femmes unterstellt diesen Mädchen, nicht eigenständige Entscheidungen (sei es über das Kopftuch oder nicht) treffen zu können.
Auch die im Aufruf stehende Aussage, Mädchen mit Kopftuch könnten kein unverkrampftes Verhältnis zur eigenen Sexualität entwickeln, verwundert uns sehr. Wir stellen uns zum einen die Frage, was ihre Quelle zu solch einer Information ist und zum anderen wer eigentlich bestimmt, was ein unverkrampftes Verhältnis zur Sexualität bedeutet. Außerdem ist es befremdlich, dass ausgerechnet ‚weiße‘, christlich geprägte Frauen ein unverkrampftes Verhältnis zur Sexualität beanspruchen, da die Missionierung der so genannten Anderen auch damit einherging, zu bestimmen, wie ‚zivilisierte‘ weibliche Sexualität auszusehen hat.
Sonntag, 24. März 2019
Fremdenfeindlichkeit : Ein Hass, der chinesische Wurzeln hat
…… Dieser Hass auf Flüchtlinge (Nan Min) in der chinesischen Öffentlichkeit ist ein relativ neues Phänomen und die Ursachen dessen finden sich ebenso in der Vergangenheit wie in der Gegenwart von Kultur, Politik und Ideologie in China. Diese Ursachen liegen vor uns wie Teile eines zersplitterten Spiegels, wüst verstreut, einander manchmal überlagernd, manchmal weit voneinander entfernt – aber alle Scherben spiegeln die Träume der chinesischen Regierung von heute, der chinesischen Bevölkerung und der Auslandschinesen. Und sie machen wenig Hoffnung auf eine bessere Welt.
…. Wissenschaftler wie Frank Dikötter und Yinghong Cheng, die zu den wenigen gehören, die zu diesem Thema forschen, konnten jedoch belegen, dass Rassismus nicht nur in China, sondern auch in den Gemeinschaften ethnisch-chinesischen Ursprungs in Übersee weit verbreitet ist. In der chinesischen Geschichtsschreibung hat sich ein ethnozentristisches Bild der Überlegenheit gehalten, das heute eine neue Blüte erlebt.
….. Rassistische Vorstellungen haben sich in China im Lauf von Jahrhunderten verfestigt. In seinem Buch Strangers at the Gate beschreibt Frederic Wakeman Jr., wie die Ming-Dynastie vom 14. Jahrhundert an den Kontakt mit anderen Zivilisationen fast völlig abbrach und erklärte, alle fremden Kulturen seien barbarisch. Man müsse sich weder um sie kümmern noch sie fürchten. Mit den Opiumkriegen, die China fast einer Kolonisierung unterwarfen, geriet dieses Weltbild ins Wanken. Seither haben sich andere Vorstellungen einer rassisch begründeten Hierarchie ausgebildet: Ganz oben stehen die Weißen und die Chinesen, die miteinander konkurrieren. Weiter unten gibt es ein Gemisch aus anderen "Rassen", und der den Schwarzen zugewiesene Ort ist ganz unten.
…. Das 21. Jahrhundert hat dieser Hierarchie eine neue "Rasse" hinzugefügt: die Muslime. Nach dem 11. September, der weltweiten Zunahme islamistischer Terrorangriffe, den uigurischen Unruhen von 2008, den Aufständen von Ürümqi 2009 und dem Massaker von Kunming 2014 wurden die Muslime langsam ganz unten bei den Schwarzen einsortiert. Diese zusammenfantasierte Hierarchie kann die Mitleidlosigkeit der chinesischen Gesellschaft im Umgang mit tibetischen Buddhisten und den im uigurischen autonomen Gebiet Xinjiang von der Regierung verfolgten Muslimen zum Teil erklären, ebenso wie den in der jüngsten Krise zu Tage getretenen Hass auf Flüchtlinge, unter denen nun mal zahlreiche Muslime sind.
….. Für den Hass auf Muslime hat die chinesische Regierung viel Verständnis aufgebracht, sie hat sogar die Verbreitung von Falschmeldungen über "zahlreiche von Muslimen begangene schreckliche Verbrechen" gefördert, die in sozialen Medien grassieren. Diese Art von Fake-News hat in der chinesischen Bevölkerung den Eindruck verfestigt, in Europa und den USA herrschten Chaos und Gewalt, und so die harte Hand des chinesischen Polizeistaats legitimiert. Falschmeldungen werden auch helfen, die brutale Unterdrückung der Muslime von Xinjiang zu legitimieren, falls sie in China bekannt werden sollte – wegen der strengen Kontrolle der Nachrichten aus Xinjiang wissen die meisten Chinesen nichts über die Lage dort.
…. Nun gehören aber die Chinesen selbst zu einer der größten Migrantengruppen der Welt. Wie gehen die flüchtlings- und migrantenfeindlichen Chinesen mit dieser Tatsache um? Indem sie chinesische Migranten zu den wertvollsten Musterbürgern ihrer jeweiligen Gastländer erklären.
…. Im Einklang mit der Regierungspropaganda erklären viele chinesische Gemeinden im Ausland, Gene, Kultur, Tradition und Geschäftssinn der Chinesen seien von solcher Überlegenheit, dass sie ihren Gastländern viel nützlicher seien als die "faulen Schwarzen" oder die "lästigen Muslime".
…. Wir erleben aber auch, dass sich immer mehr chinesische Auslandsstudenten in der Flüchtlingshilfe und im Kampf gegen Fake-News engagieren. Das Gleiche gilt für viele chinesische Einwanderer der zweiten Generation, die im Westen aufgewachsen sind und den in der Elterngeneration weitverbreiteten Rassismus ablehnen. Leider ist diese Gruppe noch relativ klein.
….. Die chinesische Regierung, die chinesische Gesellschaft und die Auslandschinesen verweigern die Modernisierung ihres Politikverständnisses. Dieses Versagen, diese Verweigerung befindet sich im Gleichklang mit dem weltweiten Wiedererstarken des Tribalismus und einer Mentalität des sich Abschottens von Gesellschaften, hat dabei aber ihre ganz eigenen chinesischen Wurzeln. ….
ganzer Artikel auf zeit.de
…. Wissenschaftler wie Frank Dikötter und Yinghong Cheng, die zu den wenigen gehören, die zu diesem Thema forschen, konnten jedoch belegen, dass Rassismus nicht nur in China, sondern auch in den Gemeinschaften ethnisch-chinesischen Ursprungs in Übersee weit verbreitet ist. In der chinesischen Geschichtsschreibung hat sich ein ethnozentristisches Bild der Überlegenheit gehalten, das heute eine neue Blüte erlebt.
….. Rassistische Vorstellungen haben sich in China im Lauf von Jahrhunderten verfestigt. In seinem Buch Strangers at the Gate beschreibt Frederic Wakeman Jr., wie die Ming-Dynastie vom 14. Jahrhundert an den Kontakt mit anderen Zivilisationen fast völlig abbrach und erklärte, alle fremden Kulturen seien barbarisch. Man müsse sich weder um sie kümmern noch sie fürchten. Mit den Opiumkriegen, die China fast einer Kolonisierung unterwarfen, geriet dieses Weltbild ins Wanken. Seither haben sich andere Vorstellungen einer rassisch begründeten Hierarchie ausgebildet: Ganz oben stehen die Weißen und die Chinesen, die miteinander konkurrieren. Weiter unten gibt es ein Gemisch aus anderen "Rassen", und der den Schwarzen zugewiesene Ort ist ganz unten.
…. Das 21. Jahrhundert hat dieser Hierarchie eine neue "Rasse" hinzugefügt: die Muslime. Nach dem 11. September, der weltweiten Zunahme islamistischer Terrorangriffe, den uigurischen Unruhen von 2008, den Aufständen von Ürümqi 2009 und dem Massaker von Kunming 2014 wurden die Muslime langsam ganz unten bei den Schwarzen einsortiert. Diese zusammenfantasierte Hierarchie kann die Mitleidlosigkeit der chinesischen Gesellschaft im Umgang mit tibetischen Buddhisten und den im uigurischen autonomen Gebiet Xinjiang von der Regierung verfolgten Muslimen zum Teil erklären, ebenso wie den in der jüngsten Krise zu Tage getretenen Hass auf Flüchtlinge, unter denen nun mal zahlreiche Muslime sind.
….. Für den Hass auf Muslime hat die chinesische Regierung viel Verständnis aufgebracht, sie hat sogar die Verbreitung von Falschmeldungen über "zahlreiche von Muslimen begangene schreckliche Verbrechen" gefördert, die in sozialen Medien grassieren. Diese Art von Fake-News hat in der chinesischen Bevölkerung den Eindruck verfestigt, in Europa und den USA herrschten Chaos und Gewalt, und so die harte Hand des chinesischen Polizeistaats legitimiert. Falschmeldungen werden auch helfen, die brutale Unterdrückung der Muslime von Xinjiang zu legitimieren, falls sie in China bekannt werden sollte – wegen der strengen Kontrolle der Nachrichten aus Xinjiang wissen die meisten Chinesen nichts über die Lage dort.
…. Nun gehören aber die Chinesen selbst zu einer der größten Migrantengruppen der Welt. Wie gehen die flüchtlings- und migrantenfeindlichen Chinesen mit dieser Tatsache um? Indem sie chinesische Migranten zu den wertvollsten Musterbürgern ihrer jeweiligen Gastländer erklären.
…. Im Einklang mit der Regierungspropaganda erklären viele chinesische Gemeinden im Ausland, Gene, Kultur, Tradition und Geschäftssinn der Chinesen seien von solcher Überlegenheit, dass sie ihren Gastländern viel nützlicher seien als die "faulen Schwarzen" oder die "lästigen Muslime".
…. Wir erleben aber auch, dass sich immer mehr chinesische Auslandsstudenten in der Flüchtlingshilfe und im Kampf gegen Fake-News engagieren. Das Gleiche gilt für viele chinesische Einwanderer der zweiten Generation, die im Westen aufgewachsen sind und den in der Elterngeneration weitverbreiteten Rassismus ablehnen. Leider ist diese Gruppe noch relativ klein.
….. Die chinesische Regierung, die chinesische Gesellschaft und die Auslandschinesen verweigern die Modernisierung ihres Politikverständnisses. Dieses Versagen, diese Verweigerung befindet sich im Gleichklang mit dem weltweiten Wiedererstarken des Tribalismus und einer Mentalität des sich Abschottens von Gesellschaften, hat dabei aber ihre ganz eigenen chinesischen Wurzeln. ….
ganzer Artikel auf zeit.de
FPÖ-Minister sagen Unsagbares – die ÖVP schweigt eisern
Die Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas schreitet voranSozialministerin Beate Hartinger-Klein will Flüchtlinge zur Arbeit zwingen: am besten auf den Feldern, als Erntehelfer oder zur Schädlingsbekämpfung. Das sagte sie zu Beginn der vergangenen Woche, und die erwartbare Aufregung trat ein. Nun wird die blaue Suppe nicht gar so heiß gegessen, wie sie aufgekocht wurde. Aus der angedrohten "Zwangsarbeit" soll nun eine straffere Jobvermittlung durch das Arbeitsmarktservice (AMS) werden, und im Übrigen leiden viele Flüchtlinge eher darunter, dass sie zu lange nicht arbeiten dürfen, als dass sie dies nicht wollen.Ist also eh nichts passiert? Ist Hartinger-Klein nur ungeschickt vorgeprescht? Meinte sie es am Ende nur gut und wurde leider missverstanden? Das ist auszuschließen. Der Satz mit den Flüchtlingen und den Schädlingen wurde so gesagt. Und er wurde so gemeint. Und so bleibt er auch bei den Zuhörern hängen. In der österreichischen Atmosphäre schwebt nun der Zusammenhang von Flüchtlingen und Schädlingen. - weiterlesen auf Standard.at
Sonntag, 17. März 2019
Auf Hetze folgen Taten - so auch in Christchurch/New Zealand
Christchurch : Mindestens 49 Tote bei Terroranschlag auf Moscheen
Der Attentäter war gut vorbereitet, sein Auto voller Waffen und mit einer Kamera am Kopf streamte er den Anschlag live. Er filmte auch seinen Weg zu den Moscheen und spielte nationalistische Musik - Mosque shooter brandished material glorifying Serb nationalism
Er schrieb ca. 80 Seiten mit dem Titel "The great Replacement", in denen er sich als White Supremascist outet und einen Einblick in das weltweite Netz der Nationalisten gibt. Er zeichnete seine Verbindungen in Gesinnung und Ziel nach und bezog sich auf rechte Soldaten in Bundeswehr – deren Netzwerk führt nach Österreich
Da ist von rechten Netzwerken in Polizei und Bundeswehr die Rede und weitere Informationen gibt der folgende Artikel auf Justice NOW:
NSU 2.0: Braune Reviere, braune Kasernen? Von Schattenarmeen und paramilitärischen Einheiten
Der Artikel New Zealand mosque attacks and the scourge of white supremacy beschäftigt sich mit den historischen Hintergründen.
Doch wen wundert diese Hasstat? Die Politik machte es möglich, dass solche Reden salonfähig sind und es sogar zum Mainstream wurde, gegen Muslime, Minderheiten, Migranten und Flüchtlinge zu hetzen. Es ist Teil des Partei- und Regierungsprogramms.
Die folgenden Artikeln
Anschlag in Christchurch: Moralische Verantwortung
und
Don’t Just Condemn the New Zealand Attacks — Politicians and Pundits Must Stop Their Anti-Muslim Rhetoric
greifen genau dieses Thema auf. Es muss Schluss sein mit dieser Anti-Muslim-Rhetorik, mit Hetzwahlkampagnen gegen Migranten und Flüchtlingen. Einerseits wird über Antisemitismus "geforscht" und dieser auch richtigerweise verurteilt, andererseits wiederholt sich das Schema von Ausgrenzung und Sündenbockrhetorik bis nun zu eindeutigen gewalttätigen Folgen.
Australian senator egged after racist comments on New Zealand
war ebenso eine Reaktion auf diesen rechtsradikalen Terror, wie Tausende Stimmen gegen diesen Hassakt, gegen Spaltung, gegen Hetze und Ausgrenzung.
Spaltung, Hass, Hetzreden führen zu Gewalttaten und schaden der gesamten Weltgemeinschaft.
Dass diese rechtsradikale, nationalistische Gesinnung bis in die Politik, Polizei und Kasernen führt, zeigt bereits das Ausmaß dieser Bedrohung. Wacht auf und seid aktiv gegen Rassismus, gegen Islamophobie, gegen Antisemitismus, gegen Ausgrenzung von Minderheiten.
"What goes up, must come down...…" und "braun, bräuner, ….. ",
da waren wir doch wirklich schon einmal und nix daraus gelernt.
Somit befinde ich mich wieder bei meinem Spurensuche - Intro.
Der Attentäter war gut vorbereitet, sein Auto voller Waffen und mit einer Kamera am Kopf streamte er den Anschlag live. Er filmte auch seinen Weg zu den Moscheen und spielte nationalistische Musik - Mosque shooter brandished material glorifying Serb nationalism
Er schrieb ca. 80 Seiten mit dem Titel "The great Replacement", in denen er sich als White Supremascist outet und einen Einblick in das weltweite Netz der Nationalisten gibt. Er zeichnete seine Verbindungen in Gesinnung und Ziel nach und bezog sich auf rechte Soldaten in Bundeswehr – deren Netzwerk führt nach Österreich
Da ist von rechten Netzwerken in Polizei und Bundeswehr die Rede und weitere Informationen gibt der folgende Artikel auf Justice NOW:
NSU 2.0: Braune Reviere, braune Kasernen? Von Schattenarmeen und paramilitärischen Einheiten
Der Artikel New Zealand mosque attacks and the scourge of white supremacy beschäftigt sich mit den historischen Hintergründen.
Doch wen wundert diese Hasstat? Die Politik machte es möglich, dass solche Reden salonfähig sind und es sogar zum Mainstream wurde, gegen Muslime, Minderheiten, Migranten und Flüchtlinge zu hetzen. Es ist Teil des Partei- und Regierungsprogramms.
Die folgenden Artikeln
Anschlag in Christchurch: Moralische Verantwortung
und
Don’t Just Condemn the New Zealand Attacks — Politicians and Pundits Must Stop Their Anti-Muslim Rhetoric
greifen genau dieses Thema auf. Es muss Schluss sein mit dieser Anti-Muslim-Rhetorik, mit Hetzwahlkampagnen gegen Migranten und Flüchtlingen. Einerseits wird über Antisemitismus "geforscht" und dieser auch richtigerweise verurteilt, andererseits wiederholt sich das Schema von Ausgrenzung und Sündenbockrhetorik bis nun zu eindeutigen gewalttätigen Folgen.
Australian senator egged after racist comments on New Zealand
war ebenso eine Reaktion auf diesen rechtsradikalen Terror, wie Tausende Stimmen gegen diesen Hassakt, gegen Spaltung, gegen Hetze und Ausgrenzung.
Spaltung, Hass, Hetzreden führen zu Gewalttaten und schaden der gesamten Weltgemeinschaft.
Dass diese rechtsradikale, nationalistische Gesinnung bis in die Politik, Polizei und Kasernen führt, zeigt bereits das Ausmaß dieser Bedrohung. Wacht auf und seid aktiv gegen Rassismus, gegen Islamophobie, gegen Antisemitismus, gegen Ausgrenzung von Minderheiten.
"What goes up, must come down...…" und "braun, bräuner, ….. ",
da waren wir doch wirklich schon einmal und nix daraus gelernt.
Somit befinde ich mich wieder bei meinem Spurensuche - Intro.
Samstag, 16. März 2019
Anschlag in Christchurch: Moralische Verantwortung
Die rassistischen Ansichten des mutmaßlichen Täters von Christchurch reichen erschreckend weit in den Mainstream hinein.
Die Geburtenraten, die Geburtenraten, die Geburtenraten. Das Manifest jenes Australiers, der am Freitag aufgrund rassistischer Motive dutzende Musliminnen und Muslime in Moscheen im neuseeländischen Christchurch tötete, greift einen Diskurs auf, der auch in vielen europäischen Ländern mittlerweile als normal wahrgenommen wird – die Angst, von einem "anderen Volk", einer "anderen Rasse" verdrängt zu werden. Für den sich selbst als "weißen Europäer" bezeichnenden mutmaßlichen Täter sind Muslime "Invasoren" aus einer "Kultur mit höherer Geburtenrate", die sein "eigenes Volk ethnisch ersetzen" wollen. In Großbuchstaben beklagt er "WHITE GENOCIDE" (Genozid an Weißen).
Seine Verschwörungstheorien und Feindbildkonstruktionen sind in rechten Kreisen weit verbreitet und reichen mittlerweile in den Mainstream hinein. Er bringt seine Unterstützung für Donald Trump zum Ausdruck und nennt die rechtsextremen und rassistischen Massenmörder Anders Breivik und Dylan Roof als Inspiration. Sein Manifest trägt den Titel "Der große Austausch" – ein Konzept, das in den vergangenen Jahren vor allem von der Neuen Rechten und der Identitären Bewegung propagiert wurde. "Feindliche Übernahme" heißt auch das jüngste Werk des umstrittenen deutschen Bestsellerautors Thilo Sarrazin. Ähnliche Positionen vertreten auch etablierte rechte Parteien, die teils sogar Regierungsverantwortung tragen.
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